ökostrom

Ökostrom

Ökostrom-Lyriken Denn statt eines Lächelns sehe ich nur hohle Grimassen für einen ersten Jobstepp ist es nie zu zeitig! Niemals ist es zu spat! Qu'ai-je fait de mal depuis? Cremes schmecken deshalb nur halb so gut wie sie selbst?

Es ist nicht zu spät für einen ersten Schritt! Quijote, wer glaubt nicht, dass Tierversuche ein Fehler sind? Es ist nie zu spät!

Zahlreiche Ökostromabnehmer glauben, dass sie die Energierevolution vorantreiben. Andererseits zeigen die Ergebnisse, dass ihr Einfluss auf die Umstrukturierung der Elektrizitätsversorgung in Deutschland sehr gut beherrschbar ist. Denn was als Grünstrom geboten wird, ist überwiegend einheimischer Elektrizität, die durch den Kauf von Zertifizierungen im In- und Ausland in Grünstrom auf Papieren umgewandelt wird oder die aus altdeutschen Kraftwerken kommt.

Es gibt eine Eigenart, über die wenig gesagt wird, obwohl sie recht bedeutend ist: Elektrizität erlaubt keine Unterscheidung, im Gegensatz zu Auto, Kleidung, Kosmetik und vielen anderen Waren.

Wofür steht "Ökostrom"? Wofür steht Grünstrom? Im engeren Sinne kann man jedoch feststellen, dass sich Grünstrom auf den Bezug von Elektrizität aus regenerativen Energiequellen wie Wasser, Wind, Photovoltaik, Bioenergie oder Erdwärme bezieht.

Mit einer gezielten Ökostromnachfrage (und dem damit einhergehenden signalisierten Preisanstieg ) wollen sie weitere Erneuerbare Energieinvestitionen stimulieren und damit den gewünschten Energiewendeprozess in Deutschland einleiten. Einige behaupten, dass Grünstrom eine Erfolgsstory ist. Inzwischen gibt es in Deutschland 810 Ökostromanbieter, die - ob man es glaubt oder nicht - mehr als 3.800 verschiedene Ökostromtarife bewerben, um die Verbraucher zu gewinnen[1].

Unabhängig von der Einschätzung der Entwicklungen der vergangenen Jahre ist für die Strompolitik eine ganz andere Fragestellung von Relevanz, und zwar welcher konkrete Anteil "Ökostrom" an der energetischen Systemwende in Deutschland ist. Für eine energetische Beurteilung von Grünstrom sind vier Aspekte besonders wichtig: In erster Linie die Aussage, dass alle Stromverbraucher in Deutschland Elektrizität aus regenerativen Quellen kaufen, ob sie es wollen oder nicht.

Der Grund dafür ist, dass es in Deutschland physisch nicht möglich ist, die Stromproduktion aus regenerativen Energieträgern verbrauchergerecht zu verteilen. Es ist auch zu verstehen, dass alle Konsumenten die Entwicklungskosten für erneuerbare Energie durch die EEG-Abgabe tragen und auch in Zukunft tragen werden (mit Ausnahme von Konsumenten, die von der EEG-Abgabe ausgenommen sind).

Selbst wenn die Konsumenten nicht wissen, was für Elektrizität aus der Steckdose kommt, wissen sie (oder könnten), wie der Stromanbieter ihrer Wahl produziert oder seinen Elektrizitätsbedarf deckt.

Das heißt nicht, dass alle Konsumenten in Deutschland Elektrizität aus regenerativen Quellen kaufen, sondern dass alle Konsumenten auch Grünstrom kaufen. Der Kunde kauft nur dann Grünstrom, wenn er einen entsprechenden Kontrakt mit seinem Lieferanten hat. Wichtigstes Hindernis für die Anbieter von Grünstrom ist, dass bereits nach dem EEG geförderter und damit bereits von den Konsumenten bezahlter Elektrizität nicht wieder als Grünstrom zur Verfügung gestellt werden darf.

Somit steht für den Absatz von Grünstrom aus Deutschland nur ein Basispotenzial von 24,1 Mrd. kWh zur Verfügun. Der als Grünstrom vermarktete Elektrizitätsbedarf aus heimischen Wasserkraftanlagen ist separat zu betrachten.

Daher steht die Wasserwirtschaft nicht im Mittelpunkt der EEG-Förderung. Lediglich 5,4 Mrd. kWh der im Jahr 2012 gemeldeten 21,8 Mrd. kWh Wasserkrafterzeugung wurden durch das EEG gestützt (25 %).

Elektrizität aus nicht durch das EEG geförderter Wasserressource ist in der Schweiz meist alt. Diese Energie kann als grüner Energieträger vertrieben werden. Aus bilanzieller Sicht wird dem Ökostromabnehmer eine gewisse Strommenge zugeteilt. Allerdings muss diese Größe von einem anderen Abnehmer abgesetzt werden, ohne dass der Kunde dies jemals bemerkt und nicht einmal bemerkt, dass er "mathematisch" zum Abnehmer von mehr Kohle oder Kernkraft geworden ist.

Damit wird deutlich, dass Grünstrom aus Altwasserkraftwerken keinen Anteil an der gewünschten Stromwende in Deutschland haben kann. Daher sollte auch dieser Elektrizität nicht als Grünstrom eingestuft werden. Danach sinkt das potenzielle Absatzpotenzial von Grünstrom aus deutscher Produktion für 2012 auf 7,7 MWh.

Inzwischen ist es spannend, die potenziellen Werte für Grünstrom aus der deutschen Produktion mit den tatsächlich erzielten Umsätzen zu vergleichen. Im Monitoring-Bericht 2013 der FNA wird eine "Ökostromabgabe" von 33,6 Milliarden Euro für 2011 ausgewiesen (13,9 Milliarden Haushaltskunden; 19,7 andere Endverbraucher). Weitere Einschätzungen deuten darauf hin, dass der "Ökostrom"-Verkauf im Jahr 2011 21,1 Milliarden kWh beträgt[6].

Betrachtet man die Daten der BA als "beste Werte", wird einem rasch klar: Es besteht eine große Differenz zwischen dem Ökostrompotential aus der deutschen Stromerzeugung und den gemeldeten Ökostromumsätzen. In diesem Zusammenhang ist zu sagen, dass Ökostromanbieter auch im Internet erzeugten Ökostrom aus regenerativen Energiequellen bereitstellen können.

Der Schwerpunkt liegt auf der Elektrizitätserzeugung aus Wasser in Norwegen (aber auch aus Österreich und der Schweiz).

Die Elektrizität wird von anderen Produzenten bezogen.

Aus den Angaben geht hervor, dass EWS zu 100 Prozent produzierten Elektrizitätsstrom aus regenerativen Energiequellen vertreibt.

In Deutschland werden nur zwei Wasserwerke erwähnt (Alzkraftwerk II und III), die aus den Jahren 1908 bzw. 1916 datieren (Tabelle 2). Nochmals deutlich: Das Businessmodell " Grünstrom " sieht nicht vor, dass Elektrizität von Norwegen nach Deutschland fliesst; es werden nur Zertifizierungen ausgetauscht. Kann man sich nun die Frage stellen, wie man mit dem, was hier als "Ökostrom" angeboten wird, einen wesentlichen Anteil an der Energierevolution in Deutschland beitragen will?

Die Verpflichtung vieler Abnehmer zu grünem Strom ist zu würdigen.

Diese wollen einen wesentlichen Teil zur Umwandlung unserer Energieressourcen beitragen. Der Hauptgrund für die geringen Auswirkungen von Grünstrom liegt in den aktuellen Bestimmungen des EEG und seiner hohen wirtschaftlichen Auslastung.

Mit den bestehenden Fördertarifen gibt es kaum Raum für zusätzliche willkürliche Zusatzinvestitionen in erneuerbare Energie.

Erst nach Ablauf des EEGs wird das "goldene Alter für Ökostrom" beginnen (oder seine Anreizeffekte wurden so weit reduziert, dass auch Investments außerhalb eines solchen Fördersystems von Interesse sind). Nur dann wird es einfacher sein, nachzuweisen, inwieweit die Verbraucherinnen und Verbraucher gewillt sind, mehr Freiwilligkeit für Elektrizität aus regenerativen Energiequellen zu zeigen.

Nach dem Lesen dieser Studie werden einige Leserschaften besser begreifen, warum der Aufschlag für Grünstrom so niedrig ist.

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