Kabelanschluss Glasfaser

Anschluss für Glasfaserkabel

Ist es sinnvoll, auf Glasfaser-Internet umzusteigen? Sie wurde angezapft und wird nun über Glasfaser (FTTH) versorgt. Telekommunikation, Internet und Fernsehen über Glasfaser in Schleswig-Holstein. Mit welchem Programm kann ich mit Glasfaser-TV empfangen werden? Benötige ich bei Glasfaser-TV noch meinen aktuellen Kabelanschluss?

Highspeed-Internet: Vektorisierung, Kabelnetzwerk oder Glasfaser als Lösungsansatz?

Bong/Düsseldorf - Die schlimmsten Wettbewerber der dt. Telekommunikationsindustrie sind sich in einem gemeinsamen Nenner einig: Der Ausbau der Breitbandnetze macht Fortschritte. Egal ob Telekom oder Wodafone - beide Unternehmen haben kürzlich Erfolgsgeschichten zum Themenbereich Fast Internet mitveröffentlicht. In Deutschland seien weitere 500.000 Verbindungen für das schnelle Netz ausgebaut worden - ihre User konnten nun "über den Datenhighway jetten".

Dagegen hat die Telekom vor kurzem angekündigt, "mit Volldampf voraus" zu sein - weitere 309.000 Haushalten in Deutschland waren an das Stromnetz angeschlossen. In jedem Falle sollte ein umfangreicher Glasfaserausbau in Deutschland noch einmal um 15 Jahre in Anspruch nehmen. Entscheidend für den Ausbau des Breitbandes ist der Umgang mit der besonders kostspieligen Endmeile - also der Entfernung in den Untergeschoss oder sogar in die Appartements.

Lediglich bis zur Spitze - den weißen Telefonkabeln auf der Strasse oder den Distributionszentren für TV-Kabel - vertrauen die Unternehmen bereits heute weitgehend auf Glasfaser. Allein im vergangenen Jahr wurden über 40000 km Glasfaser gelegt, bis 2018 sollen es 60 000 km sein.

Die letzte Kilometer dagegen sind oft kupferfarben - bei der Telekom sind das zum Teil über 100 Jahre alte Telefonleitungen. Mit einem DSL-Anschluss können über sie in der Regelfall Höchstwerte von 50 bis 100 MB pro Sek. erzielt werden. Der Wettbewerber Vodafone hat dickere, leistungsfähigere TV-Kabel - sie können bereits heute eine maximale Geschwindigkeit zwischen 200 und 500 Megabyte erreichen.

Allerdings sind die Kabelverbindungen nicht in allen Häusern zu haben. Aus diesem Grund vertreibt die Firma auch DSL-Anschlüsse über ältere Kupferleitungen. Damit werden rund drei Viertel aller Breitbandverbindungen über das Netzwerk der Telekom abgewickelt, obwohl die Magenta-Gruppe nur einen direkten Anteil von rund 42% hat. Die verbleibenden fast zehn Prozentpunkte entfallen auf das DSL-Produkt von Wodafone. In Bezug auf Höchstgeschwindigkeiten ist Wodafone mit dem TV-Kabel und dem regionalen Kabelbetreiber Unitymedia im Plus.

Bei der Telekom wird auf " Vektorisierung " gesetzt, bei der bis zu 100 Megabit aus den bisherigen Telefonkabeln herausgedrückt werden können. Die Tatsache, dass das frühere staatliche Unternehmen von den zuständigen Stellen die Genehmigung erhalten hat, passt nicht zu Vodafone, dem Wettbewerber. Mit zunehmendem Datenaufkommen für Streaming-Videos und andere Applikationen dürften in Zukunft mindestens 50 Megabit pro Sekunde rar sein - insbesondere bei mehreren Haushaltsendgeräten, die parallel dazu die Datenübertragung übernehmen oder hochauflösende Videoströme senden.

Die Bereitschaft der Benutzer, auf Wodafone umzusteigen, könnte dann zunimmt. Wenn die Telekom 100 Megabit anbieten kann, werden viele Internetnutzer zunächst einmal überzeugt sein. Durch solche Investitionsvorhaben wurde die Tendenz zu Glasfasern behindert, die zumindest den Keller des Gebäudes erreichen ("Fiber To The Building"). Statt in eine bestehende Netzinfrastruktur zu investieren, sollte die Telekom die realen Glasfaserverbindungen besser ausweiten.

Der Wettbewerber O2/Telefónica ist übrigens auf der rechten Vertragsseite der Deutschen Telekom und preist die Vektorisierung als "wichtige Brückentechnologie" - das MÃ??nchner ist ein Unternehmen, das Telekommunikationsleitungen fÃ?r Festnetz-InternetvertrÃ?ge nutzbar macht. Der Bedarf zeigt, dass ultraschnelle Netzwerke oft gar nicht erwünscht sind. "â??Trotz relativ niedriger Kosten [....] nur etwas mehr als 10 Prozentpunkte der Haushalten, die Verbindungen mit 100 MBit/s haben könnten und mehr nÃ??tzen sie, und das tun sie auch", sagt der PrÃ?

Mit Vodafone soll das "Gigabit-Zeitalter" eingeläutet werden, d.h. mind. 1000 Megabit pro Sekunden. Mit einer maximalen Geschwindigkeit von 250 Megabit pro Minute will die Telekom bis Ende dieses Jahr in 15 Mio. Privathaushalten "Super Vektoring" ankündigen. Laut Telekom nicht allzu viele Haushaltskunden. Weil das Unternehmen in kleinem Umfang bereits auf der Zielgeraden Glasfaser verlegen wird - über 800.000 Verbindungen in Deutschland. 000 Verbindungen konnten bereits im Handumdrehen heruntergeladen werden.

Prof. Gerpott dagegen besteht auf Glasfaser. Obwohl Unternehmen heute vor allem Ultra-High-Speed-Internet benötigen - in einigen benachbarten europÃ?ischen LÃ?ndern, wie z.B. Schweden, sind Glasfaserverbindungen seit langem weitaus verbreiteter, die Konkurrenten in diesen LÃ?ndern haben einen entsprechend hohen Vorzug. Allerdings haben nach Ansicht des Professors getätigte Vektorisierungsinvestitionen für Privathaushalte den schnellen Übergang zu Netzwerken mit ausreichendem Leistungspotential behindert.

"Das ist die Glasfaser der Zukunft."

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