Eurec Trier

Heurec Trier

Dennoch will Geschäftsführer Willi Streit nicht in Trier weitermachen. Das Recyclingunternehmen Eurec im Trierer Hafen wird weiterhin vom Betrieb ausgeschlossen. Dies hat das Verwaltungsgericht Trier entschieden. " Die Geruchsbelästigung durch den Entsorger EUREC im Trierer Hafen muss endlich ein Ende finden. In Trier musste ein um ein Vielfaches größerer "Eurec"-Zug zugelassen werden.

Eu-Rec Recyclingunternehmen verlässt Trier

Schon die bloße Nennung der Firmenbezeichnung Eu-Rec führte in der vergangenen Zeit zu lärmenden Tiraden in Pfalzel: Es gab kaum einen Einheimischen, der sich nicht über den Einsatz im Stadthafen von Trier aufregte. Abschließend straffte die Aufsicht die Verbände: Die Anlage wurde abgeschaltet, bis neue Abgasfilter und Waschsysteme eingebaut wurden. Eu-Rec fertigt seit Mitte 2016 ohne Nachtgeruch.

Dennoch will Willi Konflikt, geschäftsführender Gesellschafter, nicht in Trier fortfahren. "Nächstes Jahr ziehe ich mein Geschäft nach Süddeutschland", bekräftigte er am Donnerstag im Fernsehen. Produktionsanlagen, Folienwaschanlagen und Filtern sollen demontiert und bei München wieder in Gebrauch gesetzt werden. Wir werden in München mit einem Unternehmen kooperieren, das Abfallfolien einsammelt und aufbereitet.

Durch die weitere Verarbeitung am selben Ort werden die anfallenden Prozesskosten gesenkt", erläutert Streit. Für die weitere Verarbeitung am selben Ort. Die Tatsache, dass er die Eu-Rec veräußern will, war bereits auf dem Gipfel des Streits mit Einheimischen und der Stadt bekannt gegeben worden. "Letztendlich ist das aber nicht mehr von Bedeutung, denn wir fertigen seit Mitte 2016 ohne Probleme, und auch die Verkaufszahlen steigen wieder", sagt Streit. Noch mehr.

Ein Teil der Kontroverse wollen die 25 Eu-Rec-Mitarbeiter mit nach München bringen und einige als Treiber nutzen. Einige Eu-Rec-Kunden werden auch nach dem Umzug noch recycelbare Materialien nach Trier liefern, die dann von dort an unterschiedliche Verarbeitungsbetriebe ausgeliefert werden müssen. Streiter will das Unternehmen mit den Messehallen und den rund 35.000 qm Nutzfläche an Erinnerungen veräußern (siehe dazu den untenstehenden Text).

Zu Stoßzeiten habe sein Unternehmen einen Jahresumsatz von 15 Mio. erzielt, sagt Streit. Für die Zukunft ist es wichtig. Doch als vor gut vier Jahren Schwierigkeiten ausbrachen und das Unternehmen Monate lang nicht herstellen durfte, fiel der Absatz auf die Knie und sank auf rund sechs bis sieben Mio. E. Die Umsatzerlöse stiegen auf rund zwei Drittel. Durch den Weggang von Eu-Rec geht der Gemeinde das Einkommen aus der Gewerbeertragsteuer verloren.

Wie hoch ist der Steuerverlust - weder der Konflikt noch die Stadtleitung wollen aufgrund des Finanzgeheimnisses darüber Auskunft geben. Das Unternehmen ist nach TV-Informationen nicht einer der fünf grössten Gewerbesteuerzahler der Hansestadt - aber das Negativ wird sich ohnehin in der Staatskasse der Hansestadt ausbreiten. Dennoch hatte sich OB Wolfram Leibe selbst für den Unternehmensverkauf während der Eu-Rec-Krise auszusprechen.

Das Abfall- und Recyclingunternehmen Recyclingbetrieb Recondi plant, seinen Standort von der Überbrücke in Trier-West, nahe der Römerbrücke, im kommenden Jahr auf den aktuellen Eu-Rec-Standort zu verlagern. "Das liegt daran, dass unser Mietvertrag mit der Stadtverwaltung für unsere Räumlichkeiten in Trier-West Ende 2018 ausläuft", erläuterte Georg Eicker, Geschäftsführer der Südwestregion der Firma Recondis, in einem Interview mit dem Fernsehen am kommenden Donnerstag.

Für den Stadtumbau Trier-West ist der Bau einer Entlastungsstraße für die Luxemburgische Strasse über das Gebiet nahe der römischen Brücke geplant (TV berichtet). Im Werk Über Bridges holt die Firma die Gewerbeabfälle aus den Behältern ab, speichert sie zwischen und befördert sie zu Recyclingunternehmen, die die Recyclingmaterialien verarbeiten. "Wir werden diese Aktivität im Stadthafen von Trier fortsetzen", sagt Eicker.

Ein Ausbau des Betriebes - wie z.B. eine Sortierstation oder eine weitere Verarbeitungsmaschine wie die Eu-Rec - sei keineswegs ersichtlich. Bisher werden an seinem Werk Über BrÃ?cken rund 30000 t Abfall pro Jahr gesammelt. "â??Wir gehen davon aus, dass dieses Volumen nicht, jedenfalls in den ersten Jahren, am neuen Firmensitz im Triererhafen drastisch ansteigen wirdâ??, sagt Eicker.

Der gesammelte Gewerbeabfall soll in den abgeschlossenen Räumlichkeiten der Eu-Rec vorübergehend gelagert werden. Der Verkauf der Eu-Rec an die Firma Restis ist noch nicht vollzogen. "Die letzten Auftragsdetails müssen noch abgeklärt werden", erläutern Eu-Rec-Chef Willi Streit in Verbindung mit dem Remondis-Geschäftsführer Eicker. Aufgrund des geringen Bedarfs von REMONDIS an dem rund 32.000 qm großen Eu-Rec-Gelände soll die verbleibende Fläche an andere Unternehmen verpachtet werden.

Ohne Stunk, ohne Steuern von Christiane Wolff Obwohl es seit Mitte 2016 nicht mehr gestunken ist, haben sich viele Pfalzlers immer noch von der EU-Rec gefährdet gefühlt. Willi Konflikt hatte schon lange verkündet, dass er etwas veräußern wolle. Es wurde befürchtet, dass ein anderer Eigentümer das Unternehmen übernimmt und die Produktionsprozesse verändert - mit möglichen übelriechenden Nachwirkungen.

Aus einem Unternehmen mit Sitz in Trier-West in unmittelbarer Nachbarschaft zur Wohnanlage. Mit Eu-Rec geht der Ort aber auch einen zuviel Steuern ein - ein nicht stinkendes, aber immer noch eines der Probleme.

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