Die Gelben Seiten Telefonbuch

Das Telefonbuch der Gelben Seiten

Erfahren Sie, warum Sie Telefonnummern und Adressen für Personen oder Unternehmen und praktische Informationen aus der ganzen Schweiz finden. Blockliste "Gelbe Seiten & Telefonbuch. Und wer kennt das Schweizer Telefonbuch nicht auf Papier? Wird die Buchform der oben genannten Produkte im Zeitalter des Internets noch benötigt? Die Gelben Seiten - beide enthalten Telefonnummern, aber auf unterschiedliche Weise.

Information: Telefonverzeichnisse - Mio. für den Mülleimer

Skeptiker sind für Bernhard Lüders nichts Ungewöhnliches. So hat der Chef des Ester Telefonbuchverlages zwei kleine Stories auf Lager, die er immer dann entspannen kann, wenn er das Gefuehl hat, dass er sein Gegenüber noch nicht ganz von seinen Angeboten ueberzeugt hat. Da er keine teuren Anzeigen in den Gelben Seiten schalten wollte, platzierte der Herausgeber diese für ihn kostenfrei.

Die Ärztin oder der Arzt bezahlt nur die Gespräche, die sie über die gedruckte Sonderrufnummer erhält - 100 EUR pro potentiellem Patient. "Wenn nur jeder zehnte Anrufer auf seinem Schreibtisch landen würde, lohnt es sich für den Operateur bei 3000 EUR für eine Operation", freut sich Lüders. Es ist die Nachricht, dass es sich für alle Betroffenen lohnt, nach den Gelben Seiten zu greifen.

Wenn in Berlin Ende des neunzehnten Jahrhundert ein 28-seitiges Heft mit den Zahlen der ersten telefonischen Pioniere auftauchte, hatten die meisten nur noch einen Hohn für das "Buch der 99 Narren" zu haben. Knapp 130 Jahre später werden den Menschen in ganz Deutschland jedes Jahr mehr ausgedruckte Zahlenverzeichnisse zugeworfen als das ganze Deutschland.

Alleine die Gelben Seiten haben eine Gesamtauflage von 55 Milionen. Mit Blick auf die 35,8 Mio. Festnetznutzer wurden bereits zwanzig Mio. BÃ??cher aufbereitet. Wer das schwere Gebräu neben dem Handy hat, schaut im Durchschnitt nur achtmal - pro Jahr.

Damit haben die abgedruckten Telefonbücher eines mit dem Dummenbuch der ersten Stunden gemeinsam: Viele können sich nicht ausmalen, dass die dichten Rinden überhaupt eine Chance haben. Das haben sie, sagt Bernhard Lüders, dessen Verlagshaus 119 unterschiedliche Filial- und Telefonbuch-Ausgaben mit einer Auflage von 9,3 Mio. in diversen Metropolen ausliefert.

Damit ist sein Haus einer von 16 eigenständigen Publishern, die zusammen mit der Telekom-Tochter Firma Gebe Seiten Vermarktung den Markt der Gelben Seiten in Deutschland im Kern dominieren. Einschließlich der kleinen Verlage für Telefonbücher erzielt die Industrie einen Umsatz von rund 1,2 Mrd. EUR pro Jahr, der vergleichsweise stabil ist. "â??Das GeschÃ?ft wird immer anspruchsvoller, hat aber immer noch sehr starke Margenâ??, sagt LÃ?ders, ohne dass wir irgendwelche konkreten Daten vorlegen.

Waren die Werbetreibenden und privaten Haushalte in Zeiten des Monopols praktisch ohne Alternative, muss Lüders heute auf beiden Seiten immer überzeugendere Arbeit verrichten. Zum Beispiel durch eine Verkaufskooperation mit einer Bäckerkette, bei der die Verbraucher mit zwei Gratisrollen entlohnt werden, wenn sie sich verpflichten, einen zwei Kilogramm schweren Container aus Fachzeitschrift und Telefonbuch mit nach Haus zu nehmen - oder wenigstens bis zur Bäckereitür.

Gleichzeitig beschäftigt Lüders 170 freiberufliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern alle Automechanikermeister, Juristen und Hörgeräte-Akustiker, die früher das Kapital mehr oder weniger abholen mussten. Andererseits wollen sie heute davon überzeugen, dass es auch im Google-Zeitalter noch aktuell ist, 1500 EUR in eine achtseitige Werbung in den Gelben Seiten zu stecken, anstatt eine Website dafür zu errichten.

An dieser Stelle kommt Lüders zweite Erzählung ins Spiel, und zwar die des kleinen Handwerkers, dessen Werbung aus Versehen in der richtigen Kategorie abgedruckt wurde. "â??Ein technisches Versagen, das den Kunsthandwerker fast in den Abgrund trieb, weil sein Handy plötzlich nicht mehr funktionierteâ??, sagt LÃ?ders. Wie sich herausstellte, war das Einkommen des Handwerkers von 70.000 EUR von der Werbung in den Gelben Seiten abhängig.

"79,5 Prozentpunkte der Bundesbürger verwenden Printverzeichnismedien ", sagt und belegt die sekundäre Rhett-Christian Grammatik, Geschäftsführerin des Verbandes der Deutschen Adressenauskunfts- und Auskunftsmedien, aus einer im vergangenen Jahr durchgeführten IPsos-Studie. Der Umfrage zufolge benutzen nur 50 Prozentpunkte der Teilnehmer das Netz, um nach einer Zahl oder Anschrift zu suchen. Doch während die gedruckten Auslandsverzeichnisse an Bedeutung gewinnen und die Smart-Phones alle gewünschten Informationen ausspuckten, feuchten sich die Bundesbürger immer noch die Hände an und kämpfen sich durch die Leitwüste - kann das wahr sein?

"â??Es gibt Menschen, die gern durch die Seiten blÃ?tternâ??, sagt Stephan Theiß, GeschÃ?ftsfÃ?hrer von Gebe Seiten. Mit einer leichten Ausstrahlung. Die 34-Jährige ist Wirtschaftsinformatikerin und hat nicht einmal den Anspruch, selbst Printverzeichnisse zu verwenden. Die angebliche Ausstiegsmöglichkeit der Gelben Seiten ist so vielversprechend, dass Zeitungsverleger und andere Konkurrenten nun in vielen großen Städten ihre eigenen Printprodukte auf den Markt drängen.

Mit 5,6 Mio. Usern ist die Webseite Gelbeseiten.de das Online-Branchenverzeichnis mit der höchsten Reichweite in Deutschland. Bereits 1,2 Mio. Mal wurde die Applikation von den Gelben Seiten ausprobiert. Die ehemaligen Gelben Seiten hingegen bemühen sich darum, dies in einem stark wettbewerbsintensiven Umfeld zu tun, das mehr oder weniger das Gleiche unternimmt. Google, dessen Internetsuchmaschine einen Anteil von fast 95 Prozentpunkten erreicht.

Kein Hindernis für die Yellow Pages-Verlage, solange die Nail Studios und Meistermaler noch ihre Werbung bei ihnen platzieren. Die Firma ist den meisten als telefonische Auskunftshilfe bekannt. Weil dieses Geschäftsvolumen jedoch drastisch sinkt - um 20 Prozentpunkte pro Jahr - taucht Telegate auch in den Industriesektor ein. Das Zielpublikum ist die überlieferte Yellow Page-Kundschaft: Finanzfachleute, Mediziner, Handwerker, Restaurantbetriebe.

Das kommt aus der GfK, 49% aller Recherchen der Branche vor Ort werden auf Computern und Smart-Phones durchgeführt und nur 37% in Druckereien. "Dennoch landet 90 der Werbeetat in den traditionellen Offline-Medien - ein Missverhältnis. Bereits jetzt will das Traditionsunternehmen rund um die Uhr rund um die Uhr rund um die Uhr rund um die Uhr rund um die Uhr für rund 30.000 Kunden sorgen, die 35 Millionen Euro einbringen werden.

Telegate hat nach jahrelangen Rechtsstreitigkeiten wegen überhöhter Entgelte für die Übermittlung von Telefonaten die letzte Instanz gegen die Telekom gewonnen. Sie muss jetzt 47 Mio. EUR auszahlen, in einem vergleichbaren Prozess sind es wieder rund 50 Mio. EUR - und Telegate will auch einen Ausgleich für entgangene Gewinne. Zahlreiche Firmen befinden sich in einem Gerichtsverfahren mit dem ehemaligen Monopolisten, sagt Oliver Heim, Vertriebsmanager bei YellowMap und Vorstandsmitglied der Association of Free Telephone Directory and Directory Assistance Media.

"Und es ist offenbar mehrere tausend Euro schwer.

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