1 und 1 Strom

Elektrizität 1 und 1

Infos zum Angebot der 1&1 Energy GmbH unter der Marke "WEB. Mit der Telekom-Holding und Muttergesellschaft von 1&1 und Web. de will man nun Stromverträge verkaufen. Das Unternehmen wurde 2016 gegründet. Im Dezember 2007 wurden alle europäischen Rechenzentren auf "Ökostrom" umgestellt.

Das Areal der 1&1 Energy GmbH im Forum .

Der Branchenriese zittert: 1&1 vertreibt jetzt auch Stromkontrakte.

Der Wettbewerb erschüttert United Internet: "Die Markteinführung von "1&1 Energy" ist für den kommenden Monat geplant - und sollte für Aufsehen im dt. Marktsegment sorgen. Für die richtige Wahl. Diese Nachrichten dürften heute bei den Stromversorgern in Deutschland für große Unruhe gesorgt haben:

Telekom-Holding United Online, die Konzernmutter von 1&1, GMX und Web.de, wird in Kürze auch Stromkontrakte ausgeben. Inwieweit jedoch eine kWh Strom bei 1&1 Energy kostet, ist noch nicht bekannt.

Dennoch ist der Entwurf von United Internet eine Kriegserklärung für den aktuellen Stromwettbewerb. Ralph Dommermuths Firma ist eine Verkaufsmaschine: Der Montabaurer Entrepreneur aus dem Westerwald war der erste in den 90er Jahren, der unter dem Markennamen "1&1" mit dem Weiterverkauf von ISDN-Anschlüssen der Dt. Telekom begann.

United Internet erweiterte später seine Angebotspalette um Mobilfunkkontrakte. Die Firma Dommermuth baut nie eigene Anschlüsse oder Antennensysteme, sondern vermietet Anschlüsse oder Netzkapazitäten von Telekom, Vodafone und Telefónica als Wiederverkäufer und vertreibt sie weiter. Dies wird auch im Strombereich der Fall sein. Die 1&1 Energy bezieht den Strom an der Strombörse Leipzig und gibt ihn an die nächste Generation weiter.

Dommermuth benötigt dafür keine eigenen Rohrleitungen oder gar Kohlekraftwerke. Dommermuth gab jedoch nie den preiswerten Jacob.

Der Bestand an Barreserven belief sich zum Stichtag 31. Dezember 2016 auf 88 Mrd. E. (Vorjahr: 88 Mrd. E). Im Jahr 2015 gab Dommermuth 481 Mio. EUR allein für Vermarktung und Verkauf aus - eine Werbekraft, die nur wenige Wettbewerber auf dem Elektrizitätsmarkt, abgesehen von den ehemaligen Giganten E.on, RWE, EnBW und Vattenfall, bieten können. Einen neuen Milliardärsmarkt mit interessanten Gewinnmargen, den noch keiner der RWE-Strombewerber außerhalb von RWE genutzt hat.

Obwohl die Telekom auch am Smart Home beteiligt ist, ist sie kein Stromversorger. Der unternehmerische Entrepreneur aus dem Westerwald hingegen wird sich seltener mit Zollbehältern beschäftigen. 1&1 und die anderen Marken des Konzerns werden sich im Elektrizitätsmarkt nur zögerlich daran beteiligen.

Der zirkulierende Monatstarif ist daher wahrscheinlich nur ein Köderangebot - sonst wären die Vorteile der gebündelten Verträge null und nichtig. Im Vergleich zu anderen Neueinsteigern im Strombereich hat 1&1 einen großen Startvorteil: eine Adressendatenbank mit Hundertausenden von Bundeshaushalten sowie mehrere hunderttausend E-Mail-Accounts bei Web.de und GMX. Darüber hinaus verfügt Dommermuth über Zehntausende von Niederlassungen deutscher kleiner und mittlerer Unternehmen, die ihre Websites bei ihren Tochtergesellschaften gehostet haben.

Alle diese Nutzer werden in Kuerze ein 1&1 Energy Strompreisangebot in ihrem E-Mail-Posteingang vorfinden - puenktlich zum Ende der Jahreswechselzeit. Offensichtlich geht die Boerse davon aus, dass Dommermuth und United Internet auch im Elektrizitaetsmarkt erfolgreich sein werden:

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